Birds in Chains

By ph2urban

„Sei Radikal“ oder „Überzeichne verschärft“ sind die Strategien zur postmodernen, antifunktionalen Architekurbeschleunigung besonders in China. Rem Kolhass lässt es im Städtebau und beim orwellschen Peilsender ordentlich krachen und die Schweizer Architekturhobbits H. und dM. illuminieren die Metapher des Vogelnest ohne Ei und Vogel in bunten Farben. Ornitologisches Schlägernest in popiger Turnschuhästhetik. Das ist alpine Radikalität. Nicht die knallharte und stringente Umsetzung des Bildes in einen lebenden Architekturorganismus, sondern die vogelleichte Wahl des Entwursfbildes ist so wuchtig und schwer. Dünnes Grasgeflüster statt Stahlverknotungen. Ausgeflogener Vogel, statt Kettenhund.

Der Vogel ist aber nicht im Nest, sondern im Bett mit Kettenhemd, flugunfähig und mit metabolistischen Bauchschmerzen von zuviel Popkorn und Smarties auf Parties mit Jaques und Vester, dem alten illusionistischen Beleuchtungsmeister und dem kleinen olympischen Giftzwerg Samarammsch.

Ich kauf mir ne Cola und kipp sie in meinen Fernseher und lass den Vogel fliegen.

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