Dicker urbaner Bauch

By ph2urban

Das Städte nicht mehr in die Breite, sondern in Tiefe gehen, wissen wir. Besonders, wenn der Speckgürtel am Rand die inneren Organen gegen die Lunge drückt. Da bleibt nicht mehr viel städtische Luft zum Atmen. Eine Diät täte gut, aber für das Urbane läuft schon seit längerem nix mehr ohne das Kulinarische. Der Flaneur spaziert nicht mehr, sondern frisst und säuft sich durch den städtischen Organismus. Coffee to go oder LKW (Leberkäsweck) auf die Hand. Eine Diät würde städtischen Leben versiegen lassen. Nicht nur die Brigittediät ist stadtfeindlich. Jeder dritte männliche Deutscher Staatsbürger leidet an Fettsucht und jedem Dicken sollte eine Medaille der Turngruppe Baukultur verliehen werden, wegen seinem Einsatz für das städtische Leben. Der Turnvater Jahn kann auch durch den Wald hüpfen und braucht keine Bistros und Urbanität. Jedes Gramm zuviel ist ein Mehr an städtischem Leben. Über das Rauchen kann man noch streiten, aber ein gesunder Lebenswandel gehört auf die usonische Farm.

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